Praxis im Oberdorf - Dr. M. Hornung & Dr. I. Kuebart - Gemeinschaftspraxis für Allgemeinmedizin in Denkendorf

Telefonische Erreichbarkeit

Mo - Fr 8:00 - 11:00 Uhr
Mo, Do 15:00 - 16:30 Uhr

FAQ
Häufig gestellte Fragen

Nehmen Sie neue Patient:innen auf?

Um allen Patient:innen weiterhin eine gute und persönliche Behandlung zu bieten, können wir derzeit grundsätzlich leider keine neuen Patient:innen aufnehmen. Ausnahmen machen wir jedoch für neu nach Denkendorf Zugezogene sowie für junge Erwachsene ab 18 Jahren, die bislang durch eine Kinder- und Jugendarztpraxis betreut wurden.

Sollten wir wieder Kapazitäten für weitere Neupatient:innen haben, werden wir dies hier mitteilen.

Wir bitten Neupatient:innen um die Teilnahme an der hausarztzentrierten Versorgung.

Was ist die Hausarztzentrierte Versorgung (HzV)?

Die HzV bzw. das Hausarztmodell ist ein Angebot der gesetzlichen Krankenkassen in Kooperation mit niedergelassenen Hausärzt:innen für die Versicherten. Sie ist ein Erfolgsmodell, das von Baden-Württemberg aus inzwischen in ganz Deutschland verbreitet wurde.

Wie läuft die Versorgung im Hausarztmodell ab?

Die Teilnahme ist kostenlos. Sie bestätigen mit Ihrer Unterschrift, dass wir Ihre Hausarztpraxis sind. Wir sind Ihre ersten Ansprechpartnerinnen bei allen gesundheitlichen Fragen und sind als Lotsinnen im Gesundheitssystem für Sie da. Bei Bedarf stellen wir Ihnen gerne eine Überweisung zu einer anderen Fachärztin/einem anderen Facharzt aus. Dafür erhalten wir auch in der Regel einen Arztbrief von den Kolleg:innen, sodass wir immer den Überblick über anstehende Untersuchungen und vorliegende Befunde haben.

Während unserer Urlaubszeiten oder an unseren sprechstundenfreien Nachmittagen vertreten uns natürlich die anderen Praxen in Denkendorf.

Vorteile in der HzV für Sie und für uns

  • Wir können uns Zeit für Ihre Behandlung nehmen! Statt für oft unnötige technische Untersuchungen und viel Bürokratie werden wir für die hausärztliche Betreuung bezahlt – und können uns ganz Ihrer Gesundheit widmen.
  • Alle an der HzV teilnehmenden Ärzt:innen sind zu regelmäßiger, hausarztspezifischer Fortbildung verpflichtet, die frei von wirtschaftlichen Interessen der Pharmafirmen ist.
  • Doppeluntersuchungen werden verhindert, stattdessen werden alle wichtigen Befunde bei Ihrer Hausärztin zusammengeführt. Das führt zu einer besseren Behandlungsqualität – wir behalten den Überblick für Sie, was notwendige Kontrolluntersuchungen, problematische Wechselwirkungen von Medikamenten uvm. betrifft.
  • Durch eine bessere und einfachere Abrechnung wird Ihre hausärztliche Versorgung gesichert! Viele Hausarztpraxen würden ohne dieses Modell nicht mehr existieren, da stetig steigende Bürokratie und komplexe Abrechnungskonzepte immer weniger kostendeckend sind.
  • Weitere Vorteile sind abhängig von Ihrer Krankenkasse, erkundigen Sie sich gern bei uns oder direkt bei Ihrer Versicherung. Zum Beispiel können Zuzahlungen für Medikamente entfallen, ansonsten kostenpflichtige Untersuchungen übernommen werden oder mehr Laborwerte beim Gesundheits-Check inklusive sein.
  • Sollten Sie sich zusätzlich für das Facharztprogramm entscheiden, können Sie bei vielen Fachärzt:innen schneller Termine erhalten!

Deshalb unsere Bitte: Schreiben Sie sich bei uns in das Hausarztmodell Ihrer Krankenkasse ein - für eine gute medizinische Versorgung und für die Sicherstellung der hausärztlichen Versorgung in Denkendorf! Vielen Dank!

Warum wird mir nicht immer Massage oder Krankengymnastik verordnet, wenn ich das möchte?

Nach aktuellem wissenschaftlichem Stand sollten bei den meisten Erkrankungen eher aktivierende Heilmittel (wie Krankengymnastik) gegenüber passiven Heilmitteln (wie manuelle Therapie oder Massagen) bevorzugt werden. Diese zeigen in der Regel einen nachhaltigeren Effekt auf die Beschwerden wie zum Beispiel Schmerzen und Bewegungseinschränkungen.

Zudem sind Heilmittel von den Krankenkassen budgetiert. Das heißt, dass jede Ärztin und jeder Arzt nur eine bestimmte Menge davon verordnen darf und sich an gewisse Vorgaben halten muss – sonst drohen uns Strafzahlungen. Deshalb kann die Verordnung von Heilmitteln nur in begrenztem Maß und bei bestimmten Erkrankungsbildern erfolgen.

Aufgrund dieser Vorgaben kann auch nur in bestimmten Ausnahmefällen eine Verordnung über einen längeren Zeitraum erfolgen. Ggfs. kann die Patientin/der Patient auch selbstständig einen langfristigen Heilmittelbedarf bei der Krankenkasse beantragen.

Warum wird in dieser Praxis nur mit Impfbuch geimpft?

Diese Vorgabe befolgen wir aus Gründen der Patient:innensicherheit strikt. Hintergrund ist, dass es Berichte darüber gab, dass Patient:innen Impfungen zu häufig oder in einem zu kurzen Abstand zu den zuvor erfolgten Impfungen erhalten haben. Dies können wir nur mittels einer Kontrolle des Impfbuchs verhindern. Hier bitten wir um Ihr Verständnis, falls Ihnen hier Umstände entstehen sollten – aber die Patient:innensicherheit geht vor.

Ich komme zu einer Blutentnahme in die Praxis. Was muss ich beachten?

Bitte kommen Sie pünktlich zur vereinbarten Uhrzeit in die Praxis. Nur für wenige Blutentnahmen müssen Sie nüchtern sein, fragen Sie gerne bei der Terminvereinbarung danach. Soll der Schilddrüsenwert kontrolliert werden, nehmen Sie bitte die Schilddrüsentablette vorher nicht ein.

Warum werden in dieser Praxis regelmäßige, anlasslose, große Blutentnahmen nicht empfohlen?

Wir arbeiten evidenzbasiert – das heißt, dass wir uns an dem aktuellen wissenschaftlichen Stand orientieren. Es gibt inzwischen wissenschaftliche Erkenntnisse, die zeigen, dass Überdiagnostik häufig schädlich ist. Deshalb richten sich in der Medizin zunehmend Bestrebungen gegen diese Überdiagnostik, was wir unterstützen.

Überdiagnostik bedeutet, dass bestimmte Untersuchungen wie die Bestimmung von Blutwerten oder Ultraschalluntersuchungen ohne Notwendigkeit oder in zu großem Maß durchgeführt werden. Dies kann durch unnötige Beunruhigung oder potenziell schädigende Folgeuntersuchungen zu einem Schaden für die Patientin/den Patienten führen, obwohl die Konsequenzen oft zudem noch irrelevant sind.

Hinzu kommen auch die hohen finanziellen Kosten für die gesamte Gesellschaft, die durch Überdiagnostik entstehen – und somit für jede:n von uns.

Häufig entsteht durch viele Untersuchungen auch eine falsche Sicherheit. Beispielsweise kann ein „großes Blutbild“ nie abklären, dass alles in Ordnung ist und somit sicher keine Krebs- oder andere Erkrankungen vorliegen, da sich die meisten Erkrankungen im Blut nicht oder nur bedingt abklären lassen.

Der Fokus sollte auf der einzelnen Patientin/dem einzelnen Patienten liegen – und in Abhängigkeit davon werden, wenn notwendig, von Ihrer Ärztin/ihrem Arzt weitere diagnostische Maßnahmen veranlasst.

Was bedeutet IGeL?

IGeL steht für Individuelle Gesundheitsleistungen. Dies sind Leistungen, die Sie selbst bezahlen müssen, da sie nicht im Leistungsumfang Ihrer gesetzlichen Krankenversicherung zu finden sind und somit nicht übernommen werden. Selbstverständlich werden wir Sie über die Höhe der Kosten vor Erbringen der Leistung informieren. Unabhängige Informationen zu Sinn und Unsinn verschiedener IGeL finden Sie unter www.igel-monitor.de .

Warum sind Sie telefonisch teilweise so schlecht erreichbar?

Bei uns ist zu den Telefonsprechzeiten durchgängig eine medizinische Fachangestellte am Telefon. Dass wir teilweise trotzdem schlecht erreichbar sind, zeigt, dass hier ein großer Bedarf besteht. Allerdings ist uns eine Ausweitung dieser Erreichbarkeit aus personellen Kapazitätsgründen nicht möglich. Wir bitten hier um Verständnis.

Wir arbeiten an Möglichkeiten, um hier für Entlastung zu sorgen: Für Rezept- oder Überweisungsbestellungen nutzen Sie beispielsweise gerne auch unsere Onlinebestellformulare auf dieser Homepage. Vielen Dank!

Warum geben Sie keine E-Mail-Adresse zur Kommunikation an?

Derzeit können wir aus organisatorischen und datenschutzrechtlichen Gründen leider keine E-Mail-Kommunikation anbieten. Sollte sich hier etwas ändern, werden wir dies selbstverständlich über diese Webseite mitteilen.

Warum hat sich die Sprechstundenorganisation verändert?

Die angepassten Rahmenbedingungen haben sich in anderen Hausarztpraxen bewährt. Sie ermöglichen uns, Ihnen trotz verkleinertem Ärzteteam zeitnah Sprechstundentermine geben zu können und dabei die Wartezeiten möglichst kurz zu halten.

Warum werden mir Medikamente nur für ein Quartal, das heißt für 3 Monate, verordnet?

Ärzt:innen sind bei gesetzlich versicherten Patient:innen an gewisse Vorgaben gebunden. Diese erlauben uns, den Medikamentenbedarf nur für ein Quartal, das heißt für 3 Monate, auszustellen – sonst drohen uns Strafzahlungen.

Sollten Sie beispielsweise für einen längeren Auslandsaufenthalt einen Bedarf an einer größeren Medikamentenverordnung haben, dürfen wir diese Medikamente nicht „auf Vorrat“ rezeptieren. Möglicherweise wird hier die Verordnung auch durch eine Auslandskrankenversicherung abgedeckt. In Ausnahmefällen kann bei bestimmten Standardfällen auch eine Verordnung über Privatrezept diskutiert werden.

Weitere Informationen finden Sie hier: https://www.kvbawue.de/praxis/patienteninformationen/arznei-und-heilmittel-patientenflyer/

Wo finde ich verlässliche Gesundheitsinformationen?

Wir empfehlen die folgenden Seiten:

Patienteninformationen der unabhängigen Plattform Deximed: https://deximed.de/

Patienteninformationen der kassenärztlichen Bundesvereinigung zu Gesundheitsthemen, Krankheiten und Prävention: https://www.kbv.de/html/3001.php

Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung: https://www.bzga.de/